•Juli 27, 2011 •
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13 Streik-Tage, 13 Tage Parolen, 13 Tage Hoffen und Bangen auf Bewegung der Gegenseite, 100 mal Gedanken machen über Sinn und Unsinn, über Druck und Gegendruck. Gedanken über die eigene Zukunft, die Zukunft der Gesellschaft.
Es ist eine Tatsache. Erwiesen. Schwarz auf Weiß. Tagtäglich. Die Schere geht immer weiter auseinander. Mehr Armut, weniger Mittelstand, mehr Superreiche. Mehr Altersarmut. Dagegen kämpfe ich. Gegen Geringschätzung meiner Arbeit und Leistung. Gegen Ausbeutung und Profitgier. Gegen Unmenschlichkeit.
Ja, wir sind nun einmal eine kapitalistische Leistungsgesellschaft. Das muss auch nicht falsch oder schlecht sein. Ein Sozialismus à la DDR wäre die
totale Katastrophe. Nichts spricht dagegen Gewinn zu machen, Leistung zu bringen. Doch alles spricht dagegen, Gewinn zu machen indem man – nicht nur das wertvollste Gut der Arbeitswelt, sondern auch der Gesellschaft – den hart arbeitenden Menschen, immer mehr abverlangt und dafür immer schlechter entlohnt.
Dies schürt sozialen Unfrieden. Dies führt zu Burn-out und mehr Depressionen – wie jetzt gerade in allen Tageszeitung zu lesen ist.
Dies ist kurzsichtig, denn wer zu wenig Geld hat, ist auf Hilfe durch den Staat angewiesen und der hat bekanntermaßen auch nicht gerade viel davon.
Darum wehre ich mich. Darum streike ich. Für mehr Gerechtigkeit, für sozialen Frieden und für unser aller Zukunft. Kämpfen und sich wehren heißt, der andere Seite zu sagen „so nicht!“.
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Tags: Grafik Bote, Klassenkampf, Oberndorf, Schwarzwälder Bote, Streik, VerDi
•Juli 27, 2011 •
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Der Zirkus ist da! Was hat dieser Ausspruch uns Kinder doch früher erfreut, neugierig gemacht auf eine andere, zauberhaftere Welt. Alte und Junge gleichermaßen freuten sich über die willkommene Abwechslung auf dem Land. Keine bösen Gedanken, keine Hintergedanken. Heißt es heute „Der Zirkus ist da“ stehen als erstes die Tierschützer vor der Türe. Dies mag vielleicht für manch kleinen Tingeltangel Zirkus durchaus berechtigt sein – doch was sich heuer in Rottweil abspielte, das war schon mehr als absurd. Zur Zeit gastiert in der urschwäbischen freien Reichsstadt der Zirkus Charles Knie. Groß, bekannt und beliebt. Aber was ein echter Tierschützer ist, der lässt sich natürlich von seiner vorgegeben Programmierung nicht abbringen. Ein tierliebender Roboter eben. Da überkleben diese Tierschutz-Roboter unzählige Werbeplakate des Zirkus Charles Knie – was natürlich einen imensen Sachschaden verursacht hat. Ist dieser Zirkus wirklich solch ein Schänder zarter Tierherzen? Nein! Ich konnte mir selbst ein Bild davon machen. Gut genährte, gut aussehende und mit entsprechendem Freiraum gehaltene Tiere. Auch ein Tierarzt schaut natürlich an jedem Spielort sich die Tiere an. Es ist sicher nicht das natürliche Leben der Tiere, wie es in freier Wildbahn der Fall wäre. Doch ein Leben in der Wildnis birgt auch unzählige Gefahren. Tierschutz ist wichtig. Tierquäler müssen zur Rechenschaft gezogen werden, doch in diesem Zirkus jedenfalls – da bin ich überzeugt davon – werden die Tiere nicht gequält, sondern gehegt und gepflegt.

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Tags: Circus, Rottweil, Tiere, Tierschutz, Zirkus
•Juli 16, 2011 •
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Mein Gott, ich konnte es wirklich nicht glauben. Da suchte ich online nach einem Bild und prompt lande ich auf meiner „alten“ schon vergessenen Blog-Seite.
Nach genau 3 Jahren! Viel ist geschehen in dieser Zeit. Nicht nur in der Welt, nein
auch bei mir. Also gut, so soll es nun einmal sein. Ab jetzt, sofort und hier, werde ich wieder mein Senf dazu geben – provozierend, ehrlich und manchmal auch etwas „gaga“…
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•Juni 17, 2008 •
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Fußball soll die schönste Nebensache der Welt sein? Lauter bekloppte sach ich noch zu Nachbars Dackel. Rennen so nen paar überbezahlte Ich-kann-nichts-ausser-Sport-Typen einem unbunten, häßlich runden Lederkügelchen hinterher und werden bejubelt als gäbe es in diesem Land sonst rein aber auch gar nichts zu bewundern. Und diese Fahnen. Und Hupkonzerte. Und Autokorsos. Was soll das Leute? Seid doch etwas kreativer. Das Land der Denker und Dummen? Wir wärs mit hupen und Autokorso nach jedem erfolgreich abgeschlossenen Arbeitstag? Fahnenschwenken und lautes Jubelgeschrei sobald die Helden des Alltags mit Blaulicht und Martinshorn durch die Strassen brausen. Autokorso nach jeder Benzinpreiserhöhung, weil es so mehr Spaß macht, sein Geld zu verprassen. Statt puplic viewing ein puplic gaffing bei Unfällen und Katastrophen und sowieso: statt sich an cerebral-sprachbehinderten Sportlern zu ergötzen, wäre es da nicht besser, lieber ein Buch in die Hand zu nehmen um zum Beispiel etwas über unsere Geschichte zu lernen – denn wer weiss schon für was eigentlich Schwarz-Rot-Gold steht!
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•Juni 1, 2008 •
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Wieder bei der Arbeit. Bildschirm klotzen und dabei abkotzen. Letzte Stufe vor dem Druck für den Dreck. Redaktionelle Mundpfürze und pseudo intellektuelle Ergüsse pflastern etliche Seiten. Schön bunt, schön sinnleer, schön modern. Schöne Scheisse. Was geht ab Alter? Ey kein Plan. Kreativität fehl am Platz.
Investigativer Journalismus – doch nicht in der Provinz! Hier zählt das „das sind meine Kumpels“ und „nur niemandem wehtun“ Aua, ist das langweilig. Titelseite. Nachrichten häppchenweise im Briefmarkenformat. Zum Auge rein, ins Hirn und wieder raus (wo wohl). Informations-Overdrive.
Was macht man nicht alles fürs Geld. Hab’s ja auch nicht schlecht. Bis auf den Stress – manchmal. Auf die Verantwortung für alles verantwortlich zu sein. Auch für die Fehler der Anderen. Schlieslich hätte ich ALLES sehen müssen. Die fehlerfreie Tageszeitung. Wen interessiert’s? Die Zeitung mit Charakter wäre da schon besser. Aber das braucht heute kein Mensch mehr, warum dann ‘nen Tagesblatt?
Die letzte Stunde bricht an. Keine News. Keine Abstürze, Unglücke, Morde. Keine Korruption, keine Lügen, keine Lauschangriffe. Schön wärs – s’wird nur niemand erfahren. Nicht hier, nicht heute, nicht in diesem Blatte.
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Tags: Information, Medien, newspaper, Tageszeitung