Kunterbuntes fahnengeiles Deutscheland

•Juni 17, 2008 • 1 Kommentar

Fußball soll die schönste Nebensache der Welt sein? Lauter bekloppte sach ich noch zu Nachbars Dackel. Rennen so nen paar überbezahlte Ich-kann-nichts-ausser-Sport-Typen einem unbunten, häßlich runden Lederkügelchen hinterher und werden bejubelt als gäbe es in diesem Land sonst rein aber auch gar nichts zu bewundern. Und diese Fahnen. Und Hupkonzerte. Und Autokorsos. Was soll das Leute? Seid doch etwas kreativer. Das Land der Denker und Dummen? Wir wärs mit hupen und Autokorso nach jedem erfolgreich abgeschlossenen Arbeitstag? Fahnenschwenken und lautes Jubelgeschrei sobald die Helden des Alltags mit Blaulicht und Martinshorn durch die Strassen brausen. Autokorso nach jeder Benzinpreiserhöhung, weil es so mehr Spaß macht, sein Geld zu verprassen. Statt puplic viewing ein puplic gaffing bei Unfällen und Katastrophen und sowieso: statt sich an cerebral-sprachbehinderten Sportlern zu ergötzen, wäre es da nicht besser, lieber ein Buch in die Hand zu nehmen um zum Beispiel etwas über unsere Geschichte zu lernen – denn wer weiss schon für was eigentlich Schwarz-Rot-Gold steht!

PrEsS

•Juni 1, 2008 • Kommentar schreiben

Wieder bei der Arbeit. Bildschirm klotzen und dabei abkotzen. Letzte Stufe vor dem Druck für den Dreck. Redaktionelle Mundpfürze und pseudo intellektuelle Ergüsse pflastern etliche Seiten. Schön bunt, schön sinnleer, schön modern. Schöne Scheisse. Was geht ab Alter? Ey kein Plan. Kreativität fehl am Platz.

Investigativer Journalismus – doch nicht in der Provinz! Hier zählt das „das sind meine Kumpels“ und „nur niemandem wehtun“ Aua, ist das langweilig. Titelseite. Nachrichten häppchenweise im Briefmarkenformat. Zum Auge rein, ins Hirn und wieder raus (wo wohl). Informations-Overdrive.

Was macht man nicht alles fürs Geld. Hab’s ja auch nicht schlecht. Bis auf den Stress – manchmal. Auf die Verantwortung für alles verantwortlich zu sein. Auch für die Fehler der Anderen. Schlieslich hätte ich ALLES sehen müssen. Die fehlerfreie Tageszeitung. Wen interessiert’s? Die Zeitung mit Charakter wäre da schon besser. Aber das braucht heute kein Mensch mehr, warum dann ‘nen Tagesblatt?

Die letzte Stunde bricht an. Keine News. Keine Abstürze, Unglücke, Morde. Keine Korruption, keine Lügen, keine Lauschangriffe. Schön wärs – s’wird nur niemand erfahren. Nicht hier, nicht heute, nicht in diesem Blatte.

Rettung extrem

•Mai 26, 2008 • Kommentar schreiben

Irgendwie kam es mir schon ein wenig komisch vor. Als ich Samstag nachmittags im Fitness-Studio meine Übungen machte, dachte ich so im stillen „irgendwie lieber Bernd, haben wir heute ein richtig agressives Klima“. Und so sollte es auch noch kommen…

Als ich um 18 Uhr mit meinem Nachtdienst begann, schien die Retterwelt noch in Ordnung zu sein. Gemütlich und ohne Eile das Fahrzeug checken, sich einen dicken, fetten Wurstwecken reindrücken um sich dann mental und unverkrampft auf die – mit großer Wahrscheinlichkeit – kommenden Einsätze vorzubereiten.

Lange blieb der kleine graue Kasten an meinem Gürtel auch nicht still. Aufgeregt und nervös erinnerte er uns an unsere Pflicht, doch endlich – eine Stunde nach Dienstbeginn – den Rettungswagen zu satteln. Ganz ruhig Fiury. Es gab nicht einen Grund zur Eile. Ein Krankentransport. Ein Ort an welchem die Vergessenen, die Ausgesetzten und die Überflüssigen unserer produktiven Gesellschaft landen war das Ziel – ein Alten- und Pflegeheim. Der Patient, letztendlich für seine 87 Jahre geistig noch ausserordentlich fit, musste aufgrund Problemen mit seinem Anus praeter, hospitalisiert werden. Ein absolut problemloses Fährtchen, kurz die Vitalwerte überprüft und dann dem (noch) gutgelaunten Internisten im Krankenhaus übergeben.

Allerdings kam es mir schon etwas seltsam vor als ich, kaum drin im Hort krankheitenheilender Quaksalberei, einen Menschen laut auf russisch rumbrüllen hörte. Nicht dass ich etwas gegen russisch hätte, aber doch bitte nicht in dieser Lautstärke – in einem Krankenhaus! Das blöde war, der Patient sprach nicht nur russisch, er blutete auch noch (warum das Blut so massiv nach Alkohol roch, ist mir allerdings immer noch ein Rätsel). Aber großzügig wie manche Menschen eben sind, wollte der gute junge Mann das Blut nicht für sich behalten. Auf dem glänzenden Flur, an der schon etwas vergilbt-weislichen Wand, überall die Farbe rot. Rot sah nicht nur die halbe Chirurgie aus, auch der Chirurg selbst war es – vor Wut. Briederchen wollte sich einfach nicht behandeln lassen (er hatte sich in suizidaler Absicht eine Pulsader aufgeschnitten) und beruhigen sowieso nicht. So kam es, schon der Logik entsprechend, dass zur Farbe rot sich die Farbe grün hinzugesellte. Grün packte die silberne Acht aus, zack bum, und aus rot wurde plötzlich blass. Blass-rot-dumm durfte den Rest des schönen Abends dann auch beim lieben Onkel Doktor, auf einer lieben Gefühls-Seelen-Geistes-Station verbringen. Dumm eben.

War ne’ nette Abwechslung die ganze Aktion im Spital. Trage frisch bezogen und hurtig zurück auf unsere Wache. So, Blutzucker- und Coffeeinspiegel bedurften dringend einer Grundsanierung. Stück um Stück wuchs das Gute-Laune-Gerüst in die Höhe. Piep, piep, piep – machte wieder mein kleines graues Vögelein. Was nur soviel hiess wie: „bewegt Eure Är…. in die Blaulicht-Kutsche“. Diesmal ne RTW-Einweisung auf die Neurologie – Verdacht auf Ischialgie. Na denn. 10 Minuten später bei der Patientin, und wie waren wir beide heilfroh, daß die gute Frau noch ein paar Schritte gehen konnte. 150 Kilogramm sind eben auch für 2 gestandene Retter nicht unbedingt einfach zu heben. Anamnese Erhebung, Abklären ob die Rückenschmerzen nicht doch eine andere Ursache haben könnten, Vitalwerte checken und schonender Transport zum CT der Neurologie.

Papierkram erledigt. Magen gefüllt. Seele zufrieden. Dann nichts wie ab auf die Rettungsleitstelle. Ein wenig Plaudern mit der Disponentin, ein wenig neugierlen was die anderen ReWas so schaffen und warten.

Zur Geisterstund’ ging nichts mehr. Die erdückende Hand der Müdigkeit lies mich schleunigst Richtung Schlafraum wandern. Kurz noch etwas Musik gehört, bumm Äuglein zu. Die Freude Gevatter Schlafes währte aber nur kurz. Um genau 1.11 ging die Sonne auf. (Es war nur die Beleuchtung an der Decke) und mein graues Vöglein fing wild aufgeregt an zu schreien. „Notfalleinsatz BAB“ hörte ich die Stimme der Disponentin aus dem Lautsprecherchen im Melder krächzen.

Schuhe an und viel zu fit um diese Zeit setzte ich mich wieder in den 1/83-1. Andreas wollte die ganze Schicht hindurch fahren, was mir nur Recht war. Gemeldet war eine verletzte Person nach Verkehrsunfall – näheres nicht bekannt. Anfahrt daher ohne Notarzt (welcher manchmal ganz hilfreich – oft aber überflüssig ist) genossen wir die Nacht ohne viel Verkehr auf den Strassen. Kurz nach unserer Auffahrt auf die Autobahn dann 2. Meldung der Rettungsleitstelle, dass eine Person eingeklemmt sei und die Feuerwehr und Notarzt mitalarmiert würden. Diese kleine, augenscheinlich beiläufige Meldung lies unseren Puls doch dezent etwas schneller schlagen. Dunkelheit, Autobahn, Raserei – Hallelujah. An der Einsatzstelle war die Polizei schon vor Ort und ich sah ein rotes Auto auf dem Dach liegen, leicht schräg an der Böschung und ziemlich eingedrückt. Ich machte mich auf das Schlimmste gefasst.

Den Rettungswagen etwas abseits abgestellt, damit die nachrückende Feuerwehr noch genügend Platz hat, dann mit Notfallkoffer und Sauerstoff zum Patienten. Es gab wirklich keine andere Möglichkeit; ich musste mich gerade auf den Bauch legen und durch ein – einziges – offenes Fenster in das Auto kriechen. Selbst einen Helm konnte ich nicht tragen, da ich mit diesem am Türholmen hängenblieb.
Der ca. 70jährige Pkw-Lenker war glücklicherweise ansprechbar, aber doch sehr sehr agitiert und unkooperativ. Schmerzen im linken Bein und Thoraxbereich sowie der Schulter gab er an. Erinnerung an den Unfall hatte er keine mehr. Sauerstoff über Maske, Puls am Handgelenk gut tastbar und kräftig. Mit Müh’ und Not konnte ich einen großlumigen Zugang am rechten Unterarm legen. Eine Halskrause anzulegen war unmöglich und die Sauerstoffsättigung lag (mit O2) bei 100%, HF 88. Was mir aber ganz und gar nicht gefiel, war diese extreme Unruhe des Patienten. Verkeilt im Pkw in Embryostellung und dennnoch versuchte er sich ständig zu bewegen. Andreas hatte fix schon alles hergerichtet. Auch Ketanest und Dormicum. Jetzt traf auch die Feuerwehr ein und es war sofort klar, dass dies keine einfach Befreiungsaktion aus dem Pkw werden würde. Dann kam auch der Notarzt und kniete etwas blass und verschlafen neben mir. Ich machte eine kurze Übergabe. Anscheinend arbeitete das Gehirn des Arztes allerdings noch nicht auf 100%, denn was der Patient jetzt am dringendsten benötigte war eine Analgesie und Beruhigung. Ich lies mir (immer noch halb liegend im Pkw) das Dormicum und Ketanest reichen und sagte unserem NA einfach, dass ich jetzt was spritzen würde – da hatte er auch zum seinem Glück dann nichts dagegen.

Nachdem der Patient nun etwas ruhiger und schmerzfreier wurde, überlies ich der Feuerwehr Rottweil „das Kommando“. Ich zog meinen Helm auf und die Feuerwehr hob mit Hebekissen den Pkw vorsichtig an. Dann wurde mit Schere und Spreizer der Türrahmen entfernt. Professionelle Feuerwehrarbeit. Der Patient lag aber so übel im Pkw verkeilt (Körperteile aber nicht eingeklemmt), dass es immer noch nicht möglich war einen Stiftneck anzulegen. Ein Feuerwehrmann begab sich nun komplett in den Pkw, während wir vom Rettungsdienst ein Spineboard vorsichtig unter den Patienten schoben. Andreas fixierte mit beiden Händen den Kopf, während der Brandretter und ich den Patienten unter großer Anstrengung auf das Spineboard und aus dem Pkw hieften.

Jetzt schnell auf die Trage, vorher kurz die Wirbelsäule nach Prellmarken und Verletzungen inspiziert und dann rein in den warmen RTW.
Der Notarzt legt inzwischen am anderen Arm einen 2. großlumigen Zugang, während mein Kollege und ich die übliche weitere Versorgung starten. Einer entkleidete den Patienten vollständig, der Andere legte ein EKG an und mass den Blutdruck. RR 200 systolisch, und als ich dann auf das EKG schaute musste ich doch ersteinmal kräftig schlucken. Mindestens 20 polytope ventrikuläre Extrasystolen pro min. waren auf dem kleinen Monitor sichtbar. Doch ein Anlass dafür, dem Verletzten unsere Defi-Elektroden aufzukleben – nur zur Vorsicht.

Bei der weiteren körplichen Untersuchung wurden dann keine Verletzungen mehr festgestellt. Verdachtsdiagnose: Rippenfraktur, SHT 1. Grades, evtl. Verletzung im Bereich HWS und Schulterblatt. Thoraxkompression bzw. als Grunderkrankung Herzrhythmusstörungen… Gegen die Hypertonie und die Extrasystolen wurde medikamentös nicht vorgegangen, da zu diesem Zeitpunkt noch keine negativen hämodynamischen Auswirkungen bestanden.
Vom Eintreffen an der E-Stelle bis zur Ankunft in der Unfallchirurgie verging knapp eine Stunde. Dort den Patienten der diensthabenden Ärztin übergeben, nicht ohne Hinweis auf die Rhythmusstörungen – das Klinikpersonal hielt es trotzdem nicht für nötig dem Patienten im Schockraum ein EKG anzulegen – nuja.

Notfallkoffer wieder bestückt, Spineboard geputzt, um dann mit NA die Heimreise Richtung Rottweil anzutreten. Inzwischen war es halb drei in der Nacht. Unser Doc machte es sich hinten bequem, und irgendwann ist er doch glatt eingeschlafen. Zuhause aufgeweckt und abgesetzt, fuhren wir wieder auf die Wache. Üblicher Papierkram, Auto rausputzen und aufrüsten und schnell noch auf die Leitstelle. Böserweise, befand sich die 2. Besatzung gerade im Einsatz, so daß wir wieder an der Reihe waren. Auf der Leistelle lies der nächste Notruf auch nicht lange auf sich warten. Es war so kurz vor vier Uhr, als wir 1-0 in ein 10 km entferntes Dorf alarmiert wurden, betrunkene Jugendliche Patientin. Kurz vor Ankunft an der E-Stelle, dann die Meldung unserer Disponentin, dass die Patientin zeitweise nicht mehr Atmen würde und wir umgehend Rückmeldung geben sollten, ob Notarzt erforderlich oder nicht.

Das liebe Mädel, gerade mal 20 Jahre alt, war wirklich „hackedicht“. Und die als Atemstillstand gemeldeten Zustände, waren nichts anderes als eine kurzeitige Hyperventilation mit anschließendem „Fall“ in Bewußtlosigkeit um dann wieder aufzuwachen und zu hyperventilieren usw. usw. Vorsichtig etwas O2 gegeben, und vorsichtshalber schnell einen venösen Zugang gelegt und Blut abgenommen. Ihre Freudin (nüchtern) war zum Glück die ganze Zeit dabei, und konnte so auf die 20jährige einwirken. Ein Notarzt, der dann vielleicht noch hätte etwas zur Beruhigung spritzen müssen, war nicht erforderlich. Der ganze Transport ins Krankenhaus gestaltete sich dann recht problemlos. Erst in der Klinik, musste das Jungchen dann etwas brechen und siehe da, aufeinmal ging es ihr wieder etwas besser. Nur der aufnehmende Internist war leider sehr ungehalten und stinkig. Auch kein Wunder, denn es war nicht der erste alkoholisiete Patient in dieser Nacht. Als wir beim Verkehrsunfall uns abmühten, haben die Kollegen vom 2. Fahrzeug ihn geradezu mit 3 Patienten – Zustand nach Festivität – zugepflastert.

So, jetzt ist es knapp 5 Uhr morgens und um 6 ist Schichtwechsel. 2 Kaffee halfen mir dabei mich am Leben zu halten, bis der liebe Kollege mich erlösend ablöste. Schnell heimgefahren und ab ins Bett. Gute Nacht am frühen Morgen. So ist das im Retteralltag machmal.

Medienkonzentration und das Ende der Meinungsvielfalt

•Mai 21, 2008 • Kommentar schreiben

Ich möchte – als Einleitung – einmal Thomas Jefferson zitieren:
„Wir vertrauen darauf, …, dass der Mensch durch die Vernunft und die Wahrheit regiert werden kann. Unser wichtigstes Ziel sollte deshalb sein, ihm alle Wege zur Wahrheit offenzuhalten.“

Wahrheit im öffentlichen Leben, in der öffentlichen Meinung kann es nur durch einen ungehinderten und freien Informationsfluss geben. Durch die zunehmende Konzentration im Medienbereich, in letzter Zeit vorallem bei Tageszeitungen, geht die individuelle Sicht auf bestimmte Dinge und Ereignisse mehr und mehr verloren. Publiziert werden nur noch „Kassenschlager“ und Nachrichten von Unterhaltungswert. Werbung und Unterhaltung sind die sicheren Einnahmequellen großer mächtiger Medienkonglomerate. Doch zu welchem Preis? Auf Kosten der Wahrheit und der Vernunft natürlich. Denn dort, wo viel Geld und Macht im Spiel sind, dort wächst auch die Gefahr von Korruption und Einflussnahme durch Dritte.

Eine gleichgeschaltete Bürgerschaft, gefüttert mit überflüssigen Meldungen von Unterhaltungswert. Berieselt und besäuselt von den „Konzernen“ dienlichen politischen Ansichten. Solch eine Bürgerschaft wird früher oder später nicht mehr in der Lage sein, differenziert und vernünftig Entscheidungen fällen zu können. Und ohne solch eine frei und vernünftig informierte Bürgerschaft, wird es in naher Zukunft ein Leichtes sein, die Menschen mehr und mehr mit Lügen, Halbwahrheiten und Desinformation zu beschallen. Damit – das ist nur zu offensichtlich – sind politischem und auch wirtschaftlichem Machtmissbrauch Tür und Tor geöffnet.

„Wenn die Privatvermögen wachsen und sich in wenigen Händen konzentrieren; wenn die Gesellschaft vom Überfluss bestimmt wird; dann wird die Tugend bald nur noch als schmückendes Anhängsel des Reichtums gelten und der Staat wird sich von seinen republikanischen Idealen entfernen.“
Alexander Hamilton 1787

Wie kann in Zukunft diesem – doch beängstigendem Problem – begegnet werden?
In einem der nächsten Blogs mehr davon.

Berufspolitik Rettungsassistenten

•Mai 9, 2008 • Kommentar schreiben

Jede Woche ist von Klinikschließungen zu lesen, von Problemen den Notarztdienst aufrecht zuerhalten.

Die Chance endlich mehr Kompetenzen für RAs einzufordern. Doch was geschieht? Nichts!
Blockade durch die Bundesärztekammer und konservative Mediziner.
Schlagwort: die Kosten für eine 3jährige Ausbildung von RAs sei zu hoch.
Doch ist wirklich eine 3jährige Ausbildung von nöten? Schon heute muß doch jeder Rettungsassistent das legen peripher venöser Zugänge und die endotracheale Intubation beherrschen.
Und bei uns im Rettungsdienstbereich ist es sogar die Regel, daß RAs Zugänge legen – auch bei RTW-Einsätzen und nicht nur die Klinikärzte sind sehr dankbar darüber…

Als erstes sollte doch einmal für jeden Rettungsdienstberreich ein ärztlicher Leiter per Gesetz festgeschrieben werden. Dann könnte in Form von einzelnen Blöcken, die Befähigung gewisse Massnahmen präklinisch durchzuführen, Schritt um Schritt erhöht werden – selbstverständlich mit regelmäßiger Kontrolle.

Es soll ja nicht gänzlich auf Notärzte verzichtet werden, doch Einsätze wie ne Hypoglycämie, oder für ne Analgesie beim Schenkelhals oder auf dem Sportplatz muss man dann nicht immer den Doc nachfordern.

Doch auch die Rettungsassistenten selber müssen endlich mehr Berufsstolz und Professionalität entwickeln.
Außerdem wird bei der Einstellung von RAs und RS viel zu wenig auf die soziale Kompetenz dieser Menschen geachtet…