PrEsS
Wieder bei der Arbeit. Bildschirm klotzen und dabei abkotzen. Letzte Stufe vor dem Druck für den Dreck. Redaktionelle Mundpfürze und pseudo intellektuelle Ergüsse pflastern etliche Seiten. Schön bunt, schön sinnleer, schön modern. Schöne Scheisse. Was geht ab Alter? Ey kein Plan. Kreativität fehl am Platz.
Investigativer Journalismus – doch nicht in der Provinz! Hier zählt das “das sind meine Kumpels” und “nur niemandem wehtun” Aua, ist das langweilig. Titelseite. Nachrichten häppchenweise im Briefmarkenformat. Zum Auge rein, ins Hirn und wieder raus (wo wohl). Informations-Overdrive.
Was macht man nicht alles fürs Geld. Hab’s ja auch nicht schlecht. Bis auf den Stress – manchmal. Auf die Verantwortung für alles verantwortlich zu sein. Auch für die Fehler der Anderen. Schlieslich hätte ich ALLES sehen müssen. Die fehlerfreie Tageszeitung. Wen interessiert’s? Die Zeitung mit Charakter wäre da schon besser. Aber das braucht heute kein Mensch mehr, warum dann ‘nen Tagesblatt?
Die letzte Stunde bricht an. Keine News. Keine Abstürze, Unglücke, Morde. Keine Korruption, keine Lügen, keine Lauschangriffe. Schön wärs – s’wird nur niemand erfahren. Nicht hier, nicht heute, nicht in diesem Blatte.






